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Schulfeiertag 2017

Am 12. September feiert die Schönstätter Marienschule ihren Schulfeiertag. Die Stadt Münster lockte die Schulgemeinschaft in diesem Jahr mit vielfältigen Angeboten. Insbesondere natürlich die aktuelle Skulptur-Ausstellung.

Vorsichtig tastet sich der Fuß ins Wasser. „Huch, kalt!“, ruft die Zehntklässlerin, bevor sie mutig ins Wasser hinunter steigt. Viele ihrer Klassenkameradinnen folgen ihrem Beispiel, krempeln sich die Hosen hoch und schreiten langsam durchs kalte Wasser. „Super, ein irres Gefühl!“, ist die Reaktion der Mädchen beim Gang durch das Wasser über den Steg im Münsteraner Hafenbecken. Das Kunstwerk „On Water“ von Ayse Erkmann begeistert, auch wenn die Meinungen über das Fußerlebnis geteilt sind.

580 Schülerinnen der Schönstätter Marienschule haben sich am Dienstag anlässlich ihres Schulfeiertages auf den Weg nach Münster gemacht. Jedes Jahr steht für die Mädchen an diesem Tag, dem Fest Mariä Namen am 12. September, ein besonderer Event an. Ziel der Unternehmung war diesmal die alle zehn Jahre in Münster stattfindende Skulptur-Ausstellung, die inzwischen Besucher aus aller Welt anzieht. Die Mädchen der fünften, sechsten und siebten Klassen durften sich bei Elefant, Löwe & Co im Zoo vergnügen, während die Schülerinnen der achten, neunten und zehnten Klassen in die Kunstwelt eintauchten.

In vielen verschiedenen Gruppen, mit unterschiedlichen Projekten und Workshops, setzten sie sich mit den Exponaten der Ausstellung “Skulptur-Projekte 2017“ auseinander. Fachkundige Führerinnen und Führer halfen beim Verständnis der Kunst. „Echt cool“, kommentierte Ilaine aus der Klasse 8b, „und ich hab auch alles verstanden.“ Eigene Gedanken waren immer wieder gefragt. Was könnte der rotrostige, achtseitige Zylinder mit Kuppel bedeuten? Der „Nuclear Temple“ von Thomas Schütte warf viele Fragen auf. Bei einigen Kunstwerken mussten die Mädchen allerdings lange rätseln, bis sich ihnen ein Zugang erschloss.

Immer wieder ging es auch darum, den Standort des Projektes in die Überlegungen miteinzubeziehen. Was hat „Nitsches Felsen“ von Justin Matherly mit dem in unmittelbarer Nähe stehenden Denkmal „Unteilbares Deutschland“ zu tun? Die Mädchen der 10b erinnerten sich an ihren Geschichtsunterricht. Verbindungen knüpfen und Zusammenhänge suchen war angesagt.

Neben der aktuellen Skulptur-Ausstellung waren für einige Gruppen auch Exponate im Picasso-Museum Teil der künstlerischen Auseinandersetzung. Spannend war es hier, die Gedankengänge eines weltberühmten Künstlers wie Pablo Picasso nachzuvollziehen.

Aber egal, ob verständlich, aufregend oder langweilig, für alle Schülerinnen war zum Schluss klar: Kunst regt zum Nachdenken an. Der anschließende Stadtbummel gab den Mädchen dann Gelegenheit, bei Pommes und Eis die schwere Kunstkost zu verdauen.